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Öl oder Acryl? - 12 Gründe, welche für die Acrylmalerei sprechen

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Oft schon wurde ich gefragt, welche Malerei denn nun die bessere sei. Die Ölmalerei, oder die Acrylmalerei. Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Kann man denn von einer "besseren" Malerei sprechen? Jede dieser Malereien hat ihre Vor- und Nachteile. Im Wesentlichen muss jeder für sich selbst herausfinden, welche der beiden Mal-Arten die "bessere" ist.

 

Die Ölmalerei ist wunderbar, keine Frage. Mit dieser anspruchsvollen Malerei lassen sich verschiedenste Techniken umsetzen und wird schon einige hundert Jahre angewandt. Die Acrylmalerei, so wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit den 1950er Jahren. 

 

 

Egal ob Öl oder Acryl, beide sind auch für den professionellen Einsatz geeignet. Und dennoch ist für mich die Acrylmalerei ideal, um Ideen auf die Leinwand zu bringen.

 

12 Gründe für Die Acrylmalerei

1. Acrylfarben sind mit Wasser mischbar

Wer schon mal mit Öl gemalt hat weiß, dass man die Pinsel nur mit stinkendem Terpentin sauber bekommt. Auch zum Verdünnen muss man oft Terpentin nehmen. Neben dem gesundheitlichen Aspekt, ist der starke Geruch dieser Malerei eher störend. Vor allem wenn man in einem Wohnraum malt. Acrylfarben dagegen sind mit Wasser mischbar. Zum Pinselwaschen und verdünnen der Farbe braucht es eben nur Wasser.

 

2. Acrylfarben kann man nach Belieben übermalen.

In der Ölmalerei sollte man nach der Regel “Fett auf mager” arbeiten. Das bedeutet, dass die unteren Schichten immer magerer (dünner) aufgetragen werden sollten, als die darüber. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Ölgemälde nach dem Trocknen Risse bekommen kann. In der Acrylmalerei spielt das keine Rolle. Hier kann man auf eine dicke, pastose Farbschicht eine dünne Lasur anlegen und dann wieder eine dicke Schicht drüber pinseln. Wenn man zum Beispiel mit einem Bereich oder einem Bild nicht zufrieden ist, kann man es einfach nach Belieben übermalen.

 

3. Mit Malhilfsmitteln lassen sich die Eigenschaften von Acrylfarben beeinflussen.

Wie auch in der Ölmalerei, gibt es viele Malhilfsmittel, die mit Acrylfarbe vermischt werden können, um deren Eigenschaften zu ändern oder zu beeinflussen. Wie z.B.: Trocknungsverzögerer, Glanzverstärker, Konsistenzveränderer,...

 

4. Mit Acrylfarben lassen sich Lasuren anlegen

Abhängig von der Deckkraft der einzelnen Farben, lassen sich auch mit Acrylfarben wunderbar Lasuren anlegen. Das sind dünne, transparente  Farbschichten, durch die eine darunterliegende Farbschicht scheint. 

 

5. Acrylfarben trocknen wasserfest auf

Im Gegensatz zu Aquarellfarben oder herkömmliche Wasserfarben, trocknen Acrylfarben Wasserfest auf und lassen sich somit, nachdem sie getrocknet sind, nicht mehr vermalen. 

 

6. Acrylfarben trocknen sehr schnell.

Dass Acrylfarben schnell trocknen, kann ein Nachteil, aber oft auch ein Vorteil sein. Gerade für eine schnelle Untermalung ist es von Vorteil, wenn man nicht ewig warten muss, sondern sofort weiter malen kann.

 

7. Acrylfarben sind geruchsneutral.

Im Gegensatz zu Ölfarben, sind Acrylfarben geruchsneutral. Das ist eine angenehme Eigenschaft, gerade wenn man im Wohnraum malt.

 

8. Acrylfarben kann man mit Ölfarben übermalen

Acrylfarben eignen sich ideal um eine Untermalung  für ein Ölgemälde anzulegen. Jedoch kann man mit Acrylfarbe nicht auf ein Ölbild malen.

 

9. Acrylfarben halten auf vielen Untergründen.

Mit Acrylfarben kann man auf unterschiedlichsten Untergründen malen. Welche ich für meine Gemälde nehme erkläre ich hier

 

10. Acrylfarben lassen sich mit der Airbrush Technik verarbeiten.

Acrylfarben lassen sich in verdünnter Form auch mit der Airbrush Technik auf das Bild sprühen. Dafür gibt es aber auch fertig verdünnte Farbe zu kaufen, die für diese Technik optimiert sind.

 

11. Acrylfarben sind für Anfänger sowie für professionelle Malerei geeignet.

Acrylfarben gibt es in Studioqualität sowie in professioneller Künstlerqualität. Für Anfänger eignen sich die günstigen Farben in Studioqualität. Farben in Künstlerqualität sind meist höher pigmentiert und werden aus hochwertigen Rohstoffen hergestellt.

 

12. Mit Acrylfarben lassen sich wunderbare Effekte erzielen.

Acrylfarben sind geradezu prädestiniert für die Effektmalerei. Dafür gibt es viele Effektmittel, die man den Farben beimischen kann und Werkzeuge, die der Kreativität keine Grenzen setzen. Das Internet ist voll mit solchen Beispielen.

Das Malen mit Acryl ist schnell zu erlernen. Jedoch kann es auch in vielen bereichen anspruchsvoll sein und es bedarf ein wenig Übung, um auf ein gewünschtes Ergebnis zu kommen. Gerade wenn man damit realistische Gemälde mit vielen Details erschaffen möchte.  Ich selbst habe lange mit Öl gemalt. Dennoch waren die oben aufgeführten Eigenschaften für mich ausschlaggebend, um zur Acrylmalerei zu wechseln. 

 

Welche dieser Malerei ist für Dich die bessere? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Ergänze diesen Beitrag unten im Kommentarbereich.  

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Irene Schwarz (Samstag, 26 Januar 2019 16:37)

    Acrylfarben haben tatsächlich viele gute Eigenschaften. Trotzdem male ich gerne mit Ölfarben, weil ich die fettige Konsistenz der Ölfarben der cremigen von Acrylfarben vorziehe. Ich kann mit Ölfarben die Motive einfach besser mit dem Pinsel modellieren sag ich mal. Und ich liebe es auch, eine begonnene Stelle nach Tagen nochmal zu vermalen, was bei Acrylbildern auch mit Retarder nicht mehr geht, weil die Farbe dann trocken ist.
    Deshalb verwende ich im Sommer, wenn ich mich in den Garten setzen kann, eher Ölfarben.
    Im Winter benutze ich Acryl. Oder wasserlösliche Ölfarben, die in der Konsistenz aber eher an Acryl erinnern. Nur brauchen sie zum Trocknen so lange wie herkömmliche Ölfarben, was mir wieder gefällt.

  • #2

    Thomas Guggemos (Sonntag, 27 Januar 2019 15:35)

    Danke für Deinen Kommentar.
    Ja, die schnelle Trocknungszeit von Acrylfarben kann ein Nachteil, aber auch ein Vorteil sein. Es gibt natürlich noch einige andere Möglichkeiten, Acrylfarbe länger flüssig zu halten. Mehr dazu hier in meinem Blogbeitrag. Siehe den Link oben.
    Mich hat an der Ölmalerei z.B. die lange Offenzeit der Farben gestört und mich am weitermachen gehindert. Es ist eben Geschmackssache.

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