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Schrittweise zum fertigen Acrylbild - Fliegender Taucher

Acrylmalerei von Thomas Guggemos, Taucherkrankheit, Eisvogel mit Taucher
Taucherkrankheit - Acrylgemälde

In diesem Beitrag erkläre ich ein weiteres mal schrittweise die Entstehung eines meiner Acrylgemälde.

Es handelt sich hier um eine gegenständliche Malerei auf einem abstrakten Hintergrund. Diese Beschreibung beschränkt sich auf den Vordergrund, also den Eisvogel samt Taucher und Wasser.

Wie auf den Fotos zu erkennen ist, beginne ich die Form meines Objektes mit einem einzigen Farbton aufzutragen. Es ist ein mehr oder weniger intuitiver Arbeitsschritt, in dem ohne vorheriges skizzieren mit dem Pinsel begonnen wird. Die Acrylfarbe wird solange verschoben und geformt, bis die Grundform dieses Vogels passt. Dazu wird die Acrylfarbe sehr verdünnt aufgetragen. So lässt sich die Farbe leicht mit einem Lappen korrigieren oder wegwischen. 

Steht erst mal die Größe und die Proportionen des Tieres, kommen nach dem Trocknen die ersten Farbtöne ins Bild. Anfangs werden mit einer Hand voll Grundfarben die jeweiligen Bereiche definiert. Sind diese aufgetragen, geht es in die Tiefe.

Die Vorgehensweise bei diesem Bild ist ein wenig anders als in meinen vorherigen Beiträgen hier im Blog. Darin wird erläutert, dass ich ein Objekt zuerst in schwarzweiß vormale, welches nachträglich koloriert wird. In diesem Beitrag zeige ich eine andere Herangehensweise. Hier werden die dunklen und hellen Bereiche direkt mit der Farbe aufgetragen. Das bedeutet, sobald die Grundfarben aufgemalt sind, werden diese entsprechend abgetönt, um die hellen und dunklen Stellen zu bearbeiten. Das Ganze wird immer feiner abgestuft und immer detaillierter herausgearbeitet, bis letztendlich die gewünschte plastische Wirkung auf der Leinwand ist. Zum Schluss werden noch die extrem dunklen und hellen Details, wie z.B. Glanzlichter aufgetragen, um Schärfe und Tiefenwirkung zu verstärken.

Die nächste Baustelle ist der Taucher im Schnabel des Eisvogels. Der Taucher wird ebenso aufgebaut wie der Vogel. Da dieser aber dunkler gehalten wird, habe ich zum gestalten der Grundform eine schwarze Farbe verwendet.

Um auftauchen zu können braucht man nur noch eines: Wasser.

Wasser zu malen hat so seine Schwierigkeiten. Wenn man dann auch noch beschreiben möchte, wie man das malt, wird es fast unmöglich eine leicht verständliche Erklärung zu geben. Deshalb werden die Fotos mehr sagen als der Text.

Wasser, bzw. Wasserspritzer bestehen hauptsächlich aus Spiegelungen der Umgebung, funkelnden Glanzlichtern sowie Lichtbrechungen. In diesem Bild habe ich zuerst einige dunkelgrüne Stellen aufgetragen, welche den gleichen Farbton des Wassers haben und somit die Spiegelung der Wasseroberfläche darstellt. Das aufgewirbelte Wasser wird mit einem weißen Farbton aufgetragen, der die dunklen Spiegelungen umgibt. Um der Wasserfontaine eine lebendige Struktur zu geben, lässt sich das am besten durch aufrollen der hellen Farbe mit dem Pinsel erreichen. Zusätzlich wird die Farbe in einigen Bereichen mit dem Finger verrieben und geformt. Letztendlich wird das Spiegelbild der Fontaine, das in der ruhigen Wasseroberfläche im Vordergrund sichtbar ist, etwas blasser gehalten und in gespiegelter Form mit Finger oder Pinsel aufgetragen.

 

 

Hier im GuggART-Blog gibt es außerdem noch andere Techniken und schrittweise Erklärungen, die zeigen, wie meine Gemälde entstehen. Schau vorbei.

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Hartmut Hartmann (Sonntag, 25 Mai 2014 05:21)

    Interessant das hier alles......wenn ich genauer hinsehe ...erkenne ich in den Wasserspritzern ganz deutlich...zuerst schemenhaft eine Gestalt....Gerade bei eigenen und Arbeiten von Mitstreitern...auch Schülern von mir läßt sich Derartiges immer wieder beobachten....die unsichtbare Welt der Gnome, Kobolde, Elfen, Dämonen, Engelwesen aller Hierarchien.....das läßt sich noch um Vieles erweitern....sie wollen von uns gemalt werden...sie wünschen sich das regelrecht , habe ich immer wieder den Eindruck.
    Liebe Grüße Hartmut Hartmann